Homepage von Uwe Steen
Ägypten
http://www.steenonline.de/aegypten-01.html

© 2017 Homepage von Uwe Steen
Startseite - Kontakt - Impressum

Ägypten Nilkreuzfahrt 2005

September 2005

Nachdem wir schon 1998 eine Ägyptenreise mit Nilkreuzfahrt gemacht haben, haben wir nun 2005  noch mal das Land am Nil besucht. Die Eindrücke der ersten Fahrt waren so überwältigend, jetzt wollten wir alles vertiefen. Schon immer habe ich mich für die ägyptische Hochkultur interessiert und es war schon beeindruckend, diese Tempel und Gräber im Original zu sehen. Viele Bücher habe ich vor und nach dieser Reise gewälzt um noch mehr Einblicke in die Welt der Pharaonen zu bekommen. Man steht in Tempeln, die schon alt waren, als Jesus geboren wurde.

Der Reiseablauf ist bei allen Reiseveranstaltern fast gleich. Aus verständlichen Gründen kann ich hier nicht auf die ungeheure Vielfalt und Geschichte der besuchten Tempel und Gräber eingehen, es würde den Rahmen einer Reisebeschreibung sprengen.

Einige Fotos sind vom Video-Camcorder entnommen, deshalb die etwas schlechtere Qualität.

1. Tag

Abflug von Düsseldorf direkt nach Luxor. Dann Fahrt zu dem Nilschiff "Medusa" und sich an Bord einchecken und die Kabinen beziehen. Die Außenkabinen haben alle ein großes Fenster mit einem schönen Blick auf den Nil und sind gut ausgestattet. (wie ein Hotelzimmer) Das Essen (Kalt-Warmes Buffet) an Bord ist gut und vielseitig und überwiegend ägyptisch ausgerichtet. Uns hat es immer gut geschmeckt. Eisbein mit Sauerkraut sucht man vergeblich, und das ist gut so.

   

2. Tag

Relativ früh, wegen der Hitze, haben wir den Karnak-Tempel im ehemaligen Theben (Luxor), besucht. Die riesige Tempelanlage war zur Zeit der Pharaonen das größte Amun-Heiligtum Ägyptens.

Anschließend fuhren wir mit dem Bus ins "Tal der Könige" auf der Westseite des Nils. Vorher haben wir, ebenfalls auf der Westseite, die wunderschöne Tempelanlage der Hatschepsut  (Deir el -Bahari) und von Ramses III (Medinet Habu) besucht. Im Tal der Könige besuchten wir die Gräber von Ramses I, Ramses IV und Merenphta. Die wunderbaren Reliefs und Malereien in den Gräbern sind grandios. Allerdings ist der Besuch zeitlich begrenzt, um die Gräber vor zu viel Feuchtigkeit (Schweiß der Besucher) zu schützen. Verständlich. Die Zahl der besuchbaren Gräber ist begrenzt. Auf der Rückfahrt zum Schiff machten wir einen Stopp bei den "Memnon-Kolossen". In Wirklichkeit sind das Statuen von Amenophis III.  Zurück auf dem Schiff ging es dann weiter nilaufwärts nach Edfu. Dort haben wir übernachtet.

Karnak-Tempel

   

Tempelanlage der Hatschepsut

      

Tal der Könige. In den Gräbern durfte nicht fotografiert werden.

        

3.Tag

Mit der Kutsche fuhren wir zum Horus-Tempel von Edfu. Diese sehr gut erhaltene Tempelanlage, wo der falkenköpfige Horus angebetet wurde, gehört zu den "jüngeren" Bauwerken des alten Ägyptens. Er stammt aus der Zeit der Ptolemaios-Dynastie, die bereits schon starken griechischen Einfluss hatte. Nach der Eroberungen Ägyptens durch Alexander den Großen, herrschten naturgemäß griechisch beeinflusste Pharaonen. Die Letzte aus diesem Geschlecht war Kleopatra.

Zurück zum Schiff, dann ging es weiter nach Assuan.

Die Fahrt auf dem Schiff ist ein besonderes Erlebnis. Nur in Ägypten kann man fast ein ganzes Land langsam an sich vorüber  ziehen lassen. Mensch und Tier leben ja fast ausschließlich an den Ufern des Nils. Beide Uferseiten sind gut einzusehen und man kann dem täglichen Leben der Ägypter zuschauen. Da die Ägypter ein ausgesprochen freundlicher Menschenschlag ist, wird auch viel gewunken.

                       

4.Tag

Assuan gehört für mich zu den schönsten Städten am Nil. Assuan liegt am 1. Katarakt (Stromschnellen im Nil) und hat das beste Klima in Ägypten.

Hier besuchten wir die berühmten Granit Steinbrüche. Aus diesem "Rosen"-Granit wurden viele der Obelisken und Statuen gefertigt. Noch heute sieht man den "Unvollendeten" Obelisken", der fast fertig, wegen eines Fehlers (Riss) aufgegeben wurde. Überall sieht auch noch Spuren des Granitabbaus aus der Zeit der Alten Ägypter.

Dann stand der Besuch des Assuan-Staudammes auf dem Programm. Weiterfahrt mit einen kleinen Boot zum Isis-Tempel auf der Insel Philae. Es ist zwar nicht mehr die Original-Insel, die liegt jetzt unter Wasser. (hervorgerufen durch den Staudamm)  Die gesamte Tempelanlage wurde Stein für Stein auf eine etwas höhere Nachbarinsel transportiert und dort wieder aufgebaut. Diese Tempelanlage ist einfach wunderschön.

                     

5.Tag

An diesem Tag haben wir einen Ausflug zu einen nubischen Dorf in der Nähe von Assuan Richtung Staudamm, gemacht. Die Nubier, eine Minderheit in Südägypten, wurden durch die Überflutung ihrer Heimat, hervorgerufen durch den Staudamm, dort hin umgesiedelt. Besonders lustig war ein Arabisch-Unterricht durch einen nubischen Lehrer. Hat viel Spaß gemacht.

Am Nachmittag haben wir dann eine Felukken - Fahrt rund um die Insel Elephantine gemacht. Felukken sind die arabischen Segelboote. Die Ägypter beherrschen diese Boote, besonders bei wenig Wind, wie Künstler.

           

6. Tag

Heute ging es wieder zurück Richtung Luxor. Auf halber Strecke haben wir den Tempel Kom Ombo  besucht.. Dieser Doppeltempel wurde für die Götter Sobek und Horus erbaut. Es war allerdings extrem heiß an diesem Tag, was die Freude an den wunderbaren Statuen und Reliefs schmälerte.

In Luxor angekommen, besuchten wir den berühmten Luxor-Tempel mit den beiden großen Statuen von Ramses II am Eingang. Auch der Obelisk am Eingang ist wirklich sehenswert. Leider wurde der zweite Obelisk im 19. Jahrhundert nach Paris gebracht. Dort steht er an der Place de la Concorde.

                    

                     

7. Tag

Früh morgens reisefertig machen und dann mit dem Bus weiter nach Hurghada am Roten Meer.

8. - 14. Tag   Badeurlaub am Roten Meer

Wir haben mit dem Hotel Arabia Beach**** Glück gehabt. Ein sehr schöne Anlage mit Zugang zum Korallenriff. Das Schnorcheln dort ist ein richtiges Vergnügen. Ich habe auch eine kleine Unterwasser-Kamera benutzt.

Wir haben uns überwiegend in der Hotelanlage aufgehalten, denn der Ort Hurghada ist nur bedingt einen Besuch wert. Die Souvenirverkäufer sind extrem aufdringlich. Und das Angebot ist überall gleich.

                        

Fazit

Ein durch und durch organisierter Urlaub. Der Erholungswert an Bord der Nilkreuzschiffe ist hoch. Wen die ägyptische Hochkultur interessiert, der muss die Nilkreuzfahrt (mit Besuchsprogramm) unbedingt mal machen. Ich persönlich könnte auf den Badeurlaub am Roten Meer verzichten, aber ich fahre ja nicht allein.

Für alle meine Fotos auf dieser Website: © Uwe Steen/usteen

Nach oben