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Fehnroute 2005 und 2012
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Fehnroute 2005 und 2012

            

  

 

Diese wunderschöne Radstrecke durch die ostfriesischen Fehnlandschaften habe ich gemeinsam mit unseren Nachbarn gemacht.

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Im Juli 2012 habe ich die Tour wiederholt. Dabei habe ich einen GPS-Track aufgezeichnet. Bei Bedarf bitte eine Mail senden.

 Eine kleine Dia-Show von der Fehnroute auf YouTube

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Für auswärtige Gäste ist die Anreise einfach. Entweder mit dem Auto nach Leer/Ostfriesland,Papenburg/Ems oder Augustfehn (siehe Karte), alternativ per Bahn. Die Bahn fährt auch beide Städte an. Autofahrer können natürlich auch andere Orte an der Strecke anfahren um die Tour dort zu beginnen. Es bietet sich besonders auch Wiesmoor an, da das Hotelangebot groß ist. Ein bisschen Lokalpatriotismus ist doch sicherlich erlaubt.               

Hervorragend wird man auch durch die offizielle Homepage der "Deutschen Fehnroute" betreut und informiert.

Der Name "Fehn" ist aus dem Holländischen übernommen. Er bedeutet dort "Moor". Orte mit der Endung "fehn" deuten auf eine genau festgelegte Kultivierungsmethode hin, nach der die Moore seit dem 17. Jahrhundert urbar gemacht wurden. Bei der Fehnkultur wurden zunächst schiffbare Kanäle - häufig auch noch Seitenkanäle (Wieken) angelegt. Dadurch konnten die angrenzenden Moorflächen teilentwässert werden. Die Siedler hatten den tiefer gelegenen sog. Schwarztorf gestochen (ausgegraben), getrocknet und mit Segelschiffen (Muttschiff, Tjalk, Pogge) abtransportiert und als Brennmaterial verkauft. Auf dem Rückweg wurde dann aus dem Flussläufer Schlick mitgebracht. Dieser konnte mit dem, unter dem Torf gelegenen, mineralischen Boden und dem höher gelegenen Weißtorf vermischt und dann landwirtschaftlich genutzt werden. Beidseitig der Kanäle und Wieken entstanden nach und nach typische "Fehnsiedlungshäuser", wie an einer Perlenkette aufgezogen.

In vielen Gemeinden entlang der Route, ist der ursprüngliche Charakter der Fehnkolonien noch erhalten. Geblieben aus dieser Zeit, sind viele Zeugen einer Vergangenheit: Fehnkanäle, funktionsfähige Schleusen, Klappbrücken und Windmühlen, romanische und gotische Backsteinkirchen. In mehreren Museen erleben Sie offenkundig, wie die Moorkultivierung vor mehr als 200 Jahren begann. Gezeigt wird dort die Entstehung und Fortentwicklung der Fehnkolonien. Auch heute erkennt man eine enge Verbundenheit dieser Region zur christlichen Seefahrt.
(Text von der Homepage "Deutsche Fehnroute")

Start

Da man überall in die Fehnroute einsteigen kann, beginne ich die Tour in Leer Richtung Norden. Also im Uhrzeigersinn. Der Radweg ist überall hervorragend ausgeschildert. Man kann auch sagen: Vorbildlich.

Kartenempfehlung: Freizeitkarte "Deutsche Fehnroute" 1:50000 Centrum Cartographie Verlag (CCV)

Am Bahnhof Leer den Hinweisschildern Richtung Loga folgen. Da die Beschilderung sehr gut ist (Braune Schilder mit Fahrrad-Logo und Pfeilen) beschreibe ich die Wegführung nicht mehr. Oder GPS-Track anfordern.

In Leer sollte man sich unbedingt die schöne, historische Altstadt ansehen. Auch ein Besuch des Wasserschlosses "Evenburg" sollte man nicht versäumen. Das Schloss liegt direkt an der Strecke südlich von Loga, ca. 2 km vom Bahnhof entfernt.

         

Dann über Logabirumerfeld nach Ihringsfehn. Von Ihringsfehn erreicht man nach ca. 7 km den Luftkurort Timmel. Hier sollte man sich den Bootshafen anschauen und einen Spaziergang zum "Timmeler Meer" machen. Weiter geht es dann nach "Westgroßefehn". Da die Route an Westgroßefehn vorbei geht, bitte in den Ort abbiegen und sich die Schleuse und die Windmühle anschauen. Ein paar Meter weiter befindet sich auch das Fehnmuseum "Eiland". Sehenswert. Von Westgroßefehn über Mittegroßefehn  Ostgroßefehn. Hier befinden sich außer einigen Schleusen, Klappbrücken auch eine schöne, restaurierte Holländer-Galerie-Windmühle. Sonntags ist die Mühle geöffnet und auch eine Bilder-Ausstellung mit überwiegend osteuropäischen Werken kann man sich anschauen.      

            

  

Weiter zum Luftkurort "Wiesmoor". Besonders sehenswert ist die Blumenhalle und das Moorkolonistenhaus. Wiesmoor hat eine große Tradition als Blumenstadt. Riesige Gewächshäuser und Freilandflächen mit Blumen und Moorbeetpflanzen kann man sich mit einer Rundfahrt im Besucherfahrzeug anschauen. Anfang September findet in Wiesmoor dann das Blumenfest statt. Viele Gäste und sogar das Fernsehen kommen extra nach Wiesmoor um sich die blumengeschmückten Korsowagen anzuschauen.

           

Von Wiesmoor weiter am Nordgeorgsfehnkanal (linke Seite) nach Remels. Zentraler Punkt des Ortes ist die St. Martins Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche steht direkt an der Hauptstraße. Weiter am Kanal entlang durch die Fehn-Kanal-Landschaft nach Nordgeorgsfehn. Dann weiter über Hollener Mühle, Südgeorgsfehn nach Augustfehn. Da Augustfehn an der Bahnstrecke Oldenburg - Leer liegt, kann man auch hier die Tour beginnen.

       

Von Augustfehn am Kanal entlang (nach kurzer Strecke auf die linke Seite wechseln) nach Barßel. Kurz bevor man an die Straße Westerstede - Barßel kommt, liegt ein interessanter Rastplatz. Hier kann man eine Plaggenhütte (aus Grassoden erstellte Unterkunft) anschauen. Dort hat bis ins 20.Jahrhundert noch eine alte Frau gelebt. Eine Erklärung ist auf einer Schrifttafel dort zu sehen.

       

In Barßel haben wir dann übernachtet. Das Hotel "Zum weißen Ross" können wir sehr empfehlen. Wir haben sehr gute Zimmer vorgefunden und auch das Essen war hervorragend und preiswert. Adresse: Lange Str.2 26676 Barßel Tel: 04499-8705

(Text von der Homepage der Gemeinde Barßel) Erstmals erwähnt wird Barßel um 1330. Die grundherrenfreie bäuerliche Bevölkerung, jeweils 6-8 Vollerben in den drei Dörfern Barßel, Lohe und Harkebrügge wirtschaftete auf den Eschen bei den Dörfern und betrieb auf den großen Markenflächen Schafzucht. Sie beanspruchte für sich das Recht der freien Fischerei und errichtete in den Flüssen Fischwehre.

   

Von Barßel über Elisabethfehn,  Elisabethfehn-Nord nach Holterfehn. Von dort nach Ostrhauderfehn, weiter nach Westrhauderfehn, Klostermoor nach Papenburg.

         

Papenburg hat sich in den letzten 25 Jahren unwahrscheinlich positiv entwickelt. Natürlich hat auch die hiesige Industrie, voran die bekannte Meyer-Werft, viel für den Ort getan. So liegen in den Papenburger Kanälen mehrere historische Schiffe, die von der Ausbildungsabteilung der Meyerwerft nachgebaut wurden. Ein Besuch der Meyerwerft ist außerordentlich interessant, aber man muss sich rechtzeitig dort anmelden. Ein spontaner Besuch ist nicht möglich. Aber die riesige Werfthallen (wenn man Glück hat, liegt gerade ein Kreuzfahrtschiff draußen) sind auch von außen schon sehenswert.

       

Der Weg entlang der Fehnroute führt auch an der "Alten Werft", heute ein Gebäude für allerlei Veranstaltungen (Forum) , dicht an der Meyer-Werft ,vorbei.

         

 Von Papenburg nach Völlen, von dort am Emsdeich (Autofrei) entlang Richtung Mark. Man kann aber auch die Straße durch die Ortschaften nehmen. Eine Pause in Mark mit der sehr schönen Windmühle würde ich empfehlen.

Bereits im 16. Jahrhundert stand am Emsdeich in Mitling-Mark eine Bockwindmühle, in der Korn gemahlen wurde. Die heutige einstöckige Holländermühle wurde 1843 errichtet. 1928 wurde ein Dieselmotor eingebaut, um auch an windarmen Tagen mahlen zu können. 1945 wurde dann ein Elektromotor erworben. Der Ankauf  durch die Gemeinde erfolgte 1984 und nach langjährigen Restaurierungsarbeiten konnte das technische Denkmal 1990 der Öffentlichkeit übergeben werden. Zum Mühlen-Ensemble gehören neben der Mühle das Müllerhaus nebst Backhaus. Im Müllerhaus erinnert die Sammlung „Omas Küche“ an vergangene Zeiten. Über 800 Küchengegenstände mit vorwiegend handgemalten Mühlenmotiven auf Porzellan in „Delfter Blau“ sind hier zu bewundern. Besichtigung möglich. (Text von der Homepage "Ostfriesland A-Z")

Dann weiter nach  Dorenborg. Im Freizeitpark "Am Emsdeich" mit Hotel (Cafe-Restaurant Ulenhoff) und Campingplatz haben wir dann das zweite Mal übernachtet. Der Weg dahin: kurz hinter Dorenborg rechts abbiegen Richtung Ihrhofe. Man kann es nicht verfehlen. Tel: 04955-922712

        

Am nächsten Tag dann über Kloster Muhde, Esklum wieder nach Leer/Ostfriesland.  Achtung: Kurz hinter Esklum, in Heerenborg würde ich am Bahnübergang links abbiegen. Über die Eisenbahnbrücke, dann an der Straße links abbiegen zur Seeschleuse. Auch diese Alternativ-Strecke ist ausgeschildert. Dann durch die Altstadt wieder zum Bahnhof Leer.

Wir sind natürlich weiter nach Großefehn bzw. Wiesmoor (2012) gefahren.

Für alle meine Fotos auf dieser Website: © Uwe Steen/usteen

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