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Neckar-Radtour 2008
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Neckar-Radtour

     

Neckar-Radtour (25.5.2008 - 31.5.2008)    472 km

Dieses Jahr führte mich meine Radtour an den schönen Neckar.  Von meinen schwäbischen Photofreunden wurde mir diese Tour sehr empfohlen. Und sie hatten Recht. Landschaftlich wunderschön und für einen "Flachländer" schon beeindruckende Städte und Weinberge. Gegen meine sonstige Gepflogenheiten hatte ich an der Strecke mehrere Termine bei Freunden. Das hat natürlich meine Tagesstrecken stark beeinflusst.

Zum Radweg: Überwiegend gute Beschilderung, manchmal aber missverständlich und unlogisch, besonders in den Städten. Das Radweg-Logo ist nicht auf der ganzen Strecke einheitlich. Auf eine gute Karte kann man nicht verzichten. Ich hatte die bikeline Neckar-Radweg-Karte dabei. Maßstab:1:50000. Kann ich empfehlen. Bis auf wenige Ausnahmen ist der Radweg asphaltiert oder mit festem Kies-Splitgemisch belegt. Hervorragend. Größere Steigungen nur im Bereich Rottweil und Lauffen. Ansonsten gibt es immer wieder kleine Steigungen im Bereich der Neckarstädte bzw. bei Überführungen großer Straßen. Eine gute Gangschaltung ist empfehlenswert.

Zum Fluss: Der Neckar fließt bis Nürtingen relativ ungestört dahin, aber ab Plochingen überwiegen die gravierenden menschlichen Eingriffe. Der Fluss wird wegen der Schifffahrt in Kanäle umgeleitet, Schleusen und Sperrwerke behindern seinen Lauf. Industrie und Verladehäfen prägen das Bild. Im ursprüngliche Neckarbett fristet der Fluss ein kümmerliches Dasein. Unabhängig davon wird der Radfahrer aber über gute Radwege durch die Städte geführt. Viel besser als am Rhein. Ab Bad Wimpfen windet sich der Neckar durch den schönen Odenwald. Da sind große Begradigungen wegen der Berge auch nicht möglich. Allerdings wird der Lauf immer wieder durch Schleusen unterbrochen. Aber damit kann man gut leben.  

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  Hier eine kleine Dia-Show dieser Radtour bei YouTube

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1. Tag    Bahnfahrt nach Villingen

Bahnfahrt von Leer/Ostfriesland nach Villingen/Schwarzwald (insgesamt 11 Stunden) Durch Verspätungen und durch den Total-Ausfall einer Verbindung war das ein einziger Stresstag. Vielen Dank an die Bundesbahn dafür.

Um 21:30 Uhr kam ich in letzter Minute in der Jugendherberge Villingen an. Dann nur noch ins Bett und schlafen.

2. Tag  Villingen - Sulz  ( 80 km)

Die Strecke ist normalerweise nur 61 km lang, aber durch Umleitungen und Verpassen eines Radweg-Schildes wurden es dann doch noch 80 km. Die Neckarquelle in Schwenningen konnte ich nicht besuchen, da dort Baumaßnahmen wegen der Landes-Gartenschau im Gange waren.

Über Deißlingen nach Rottweil. Eine schöne Alt-Stadt hoch über dem Neckar. Weiter über Oberndorf nach Sulz. Dort habe ich im Haus einer Photofreundin übernachtet. Danke an Ulli und Dieter für eure großartige Gastfreundschaft und Bernd dafür, dass er von Reutlingen extra gekommen ist.. Der Sohn musste wegen mir extra sein Zimmer räumen. Vielen Dank auch an Stephan.

              

3. Tag  Sulz - Neckartenzlingen  (87 km)

Abfahrt  in Richtung Wasserschloss Glatt. Eine sehenswerte Anlage. Bald erreichte ich Horb. Die Stadt bot einen tollen Blick auf die etwas höher gelegene Altstadt. Ungefähr um diese Zeit  stiegen die Temperaturen rasant an, was das Radfahren nicht unbedingt erleichtert. Die 30° Marke war schnell erreicht. Auch wurde immer wieder der Einsatz durch kurze Steigungen gefordert. Abfahrten gefallen mir besser.*grins*

Kurz vor Rottenburg habe ich dann die ersten Weinberge gesehen. Nach Rottenburg in Richtung Tübingen. Auf der Strecke konnte man sehr schön die Kapelle von Wurmlingen sehen. Besichtigt habe ich sie nicht, das war mir zu steil. Die Temperaturen unterstützten den südländischen Eindruck der Gegend. Manchmal fühle ich mich wie in Italien. Dann erreichte ich die Universitätsstadt Tübingen. Die Stadt wurde mir von meinen schwäbischen Freunden sehr empfohlen. Und der Tipp war gut, es ist einen wunderschöne Stadt.

Weiter dann über Pliezhausen, Mittelstadt nach Neckartenzlingen. Dort habe ich mich in einem kleinen Hotel einquartiert. Den Abend habe ich dann mit zwei Internet-Photofreunden verbracht. Ein schöner Abend. Danke an Elke und Bernd.

     

             

4. Tag   Neckartenzlingen - Bad Cannstatt (Stuttgart)  ( 58 km)

Auch heute hatte ich sehr unter der großen Hitze zu leiden. Wer aber nicht leidensfähig ist, sollte keine Radtouren unternehmen.

Über Nürtingen, Wendlingen nach Plochingen. Sehenswert ist das Hundertwasser-Haus und die Stadtkirche.

Weiter nach Esslingen. Diese Stadt sollte man sich anschauen.  Weiter über Unter-und Obertürkheim (Mercedes) nach Bad Cannstatt. Auch hier habe ich bei Freunden übernachtet. Am Abend kam auch noch Freunde aus Bühl/Schwarzwald dazu und wir hatten uns viel zu erzählen. Früher haben wir gemeinsam Bergtouren in den Alpen unternommen. Dank an Christel und Rolf für ihre Gastfreundschaft und Ulrike und Jürgen, das sie auch dabei waren.

               

5. Tag  Bad Cannstatt - Bad Wimpfen  ( 90 km)

Von Cannstatt immer am Neckar entlang und den Weinbergen vorbei nach Ludwigsburg und Marbach mit dem Schiller-Geburtshaus. Vorbei an Kirchheim, Bietigheim nach Lauffen a.Neckar. Dort hatte ich bei großer Hitze wieder mit längeren Steigungen zu kämpfen. Hinterher habe ich gesehen, dass es auch eine alternative Route ohne Steigungen gab. Aber da war es zu spät. Über Nordheim war die Stadt Heilbronn nicht mehr weit. Die Radwegführung am Neckar- bzw. Kanal ist vorbildlich. Die Flussansicht naturgemäß nicht so toll, weil es viele Industrie und Hafenanlagen gab. Über Neckarsulm hatte ich bald mein Tagesziel - Bad Wimpfen - erreicht. Hoch über dem Neckar thronte die alte Stauferstadt. Dort habe ich in einem von einer Thai-Familie geführten Hotel übernachtet. Schnell bin ich mit der Besitzerin über Thailand ins Gespräch gekommen. Das anschließende Abendessen war das beste Thai-Essen außerhalb Thailands.

Das Städtchen ist absolut sehenswert.

                    

6. Tag   Bad Wimpfen - Mannheim   (107 km)

Wieder machte mir die große Hitze schwer zu schaffen. Aber große Steigungen gab es nicht mehr.  Über Gundelsheim (Burg Guttenberg), Haßmersheim, Obrigheim, Eberbach nach Neckargemünd. Auf dieser Strecke konnte man hinter jeder Flussbiegung ein Schloss oder eine Burg sehen. In Neckarsteinach lagen vier Burgen auf 500-600 m nebeneinander. Ob die sich wohl vertragen haben? Besonders schön ist die Stadt Zwingenberg mit dem Schloss.

Von Neckargemünd bis Heidelberg ist es nur eine kurze Strecke. Der Radweg führt leider über die Bundesstrasse direkt in die Altstadt von Heidelberg. Dort habe ich mich aber nicht lange aufgehalten, der Trubel in dieser touristischen Hochburg war mir zu groß. Ich musste mich mit dem voll gepackten Rad bei 32° C durch die Menschenmassen quälen. Nichts für mich. Also weiter in Richtung Mannheim. Über Wieblingen, Ladenburg nach Seckenheim mit dem schönen Schloss.

       

         

             

In Mannheim habe ich mir in Bahnhofsnähe ein Hotel gesucht. Fünf Minuten vor dem Eintreffen im Hotel überraschte mich der einzige (Gewitter)-Regenguss der Rad-Tour.

Da mein Zug erst am Samstag um 16:30 Uhr ab Mannheim fuhr, hatte ich alle Zeit der Welt um mir die Stadt anzusehen.

7. Tag   Mannheim und Umgebung (50 km)

Nach dem Frühstück habe ich mein Rad gepackt und bin zum Neckarspitz ( wo der Neckar in den Rhein mündet ) gefahren. Nicht besonders spektakulär durch die Großindustrie am Neckar und besonders am Rhein, aber ich hatte Zeit und wollte den absoluten Neckarendpunkt mal sehen. Anschließend bin ich über den Rhein nach Ludwigshafen und entlang der Rheinroute bis nach Altrip gefahren. Dort mit der Fähre über den Rhein und wieder nach Mannheim zum Bahnhof.

                  

Um 16:30 saß ich im Zug und um Mitternacht hat meine Elke mich vom  Bahnhof in Leer abgeholt. Eine schöne Radtour war zu Ende.

Für alle meine Fotos auf dieser Website: © Uwe Steen/usteen bzw. Ulrike Steinbrenner/Elke Rösch

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