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Nord-Ostsee-Kanal 2006
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Nord-Ostsee-Kanal

  

Nord-Ostseekanal und Ostseeküsten-Radtour (Teilstrecke) vom 8.8. bis 11.8.2006    354 KM

Das Bundesland, wo ich meine Kinder- und Jugendzeit verbracht habe, liegt mir natürlich besonders am Herzen.

     Hier eine kleine Dia-Show dieser Radtour bei YouTube

Wegbeschreibung:

Der Radweg am NO-Kanal ist in einem guten Zustand, da er von dem WSA benutzt und instand gehalten wird. Überwiegend sind Beton-Spurenplatten verlegt. Man muss allerdings damit rechnen, dass Kanalbaustellen ein Umfahren notwendig machen. Eine gute Karte kann dann nützlich sein. Ich bin von Brunsbüttel bis Rendsburg auf der Nordseite gefahren. Von Rendsburg (Schwebefähre) bis Sehestedt auf der Südseite. Dann ab Sehestedt wieder auf der Nordseite. Alles weitere im Bericht.

1. Tag  Hemmoor - Brunsbüttel - Hochdonn  ( 66 km)

Bis nach Hemmoor hat mich mit dem Auto bringen lassen. Bis zur Elbfähre Wischhafen sind es nur einige Kilometer. Nach dem Übersetzen bin ich auf dem Elbe-Radweg oder auch North Sea Cycle Route direkt am Fluss über das Stör-Sperrwerk, Brokdorf, St. Margarethen nach Brunsbüttel gefahren. Sehenswert die Schleusenanlagen und die Elbmole. Mit der Fähre in Ostermoor - die wie alle Fähren über den NO-Kanal kostenlos sind - habe ich die Kanalseite gewechselt, um dann auf der Nordseite bis zur Fähranleger Burg zu fahren. Dort war die Weiterfahrt am Kanal wegen Baumaßnahmen bis Hochdonn gesperrt. Ich bin über Burg auf den normalen Straßen bis Hochdonn gefahren, wo ich übernachtet habe

                     

2. Tag  Hochdonn - Rendsburg - Kiel - Laboe  (122 km)

Die Fahrt am Kanal war besonders interessant, weil man ständig Schiffe aus aller Welt beobachten konnte. An diesem Tag hat mich bis Rendsburg der Containerfrachter "Anke Ehler" aus Otterndorf begleitet. Die Schiffe dürfen den Kanal nur mit ca. 8-9 Knoten (16 km/h) befahren. Das war auch meine Reisegeschwindigkeit. Durch kurze Pausen habe ich das Schiff gelegentlich aus dem Augen verloren, aber immer wieder eingeholt. Da am Kanal in bestimmten Abständen Ampelanlagen installiert sind, nehme ich an, dass dadurch die Geschwindigkeit der Schiffe reguliert werden. Vorbei an der Grünentaler Hochbrücke musste ich nach kurzer Zeit den Kanalweg verlassen, um die Eider-Schleuse zu passieren. Danach war der Weg bis Rendsburg am Kanal frei.

In Rendsburg bin ich mit der Schwebefähre an der Hochbrücke auf die Südseite gewechselt. Der Radweg bis nach Sehestedt war streckenweise nicht so gut, weil die kleinen Beton-Wegeplatten durch Maulwurfsgänge oft eingefallen sind. Das ist mit dem schweren Rad nicht so angenehm. Ab Sehestedt bin  ich auf der Nordseite gefahren. Meine Karte hat mich in dann aber in Königsförde im Stich gelassen. Der Radweg endete nach wenigen Kilometern im Gestrüpp. Also wieder zurück, um dann über Groß-Königsförde und Schinkel zur Fähre Landwehr zu kommen. Nichts ist ärgerlicher wie ungenaue Karten. Von der Fähre Landwehr bis zur Holtenauer Schleuse war nicht mehr weit. An der Schleuse bin ich mit der Personenfähre auf die Kieler Seite gewechselt. Von hier aus war der Ostseeküsten-Radweg ausgeschildert. Dann weiter zur Kieler Förde. Direkt an der Förde verläuft ein guter Radweg bis in die Innenstadt. Vorbei am Marine- und Yachthafen zur Förde-Fähre in Kiel-Düsternbrook, um auf die andere Fördeseite (Fischereihafen) zu kommen. Über Heikendorf nach Laboe. In Ellernbrook/Stein habe ich auf dem Campingplatz übernachtet.

         

         

3. Tag  Laboe - Grömitz  (98 km)

Heute bin ich eine der schönsten Strecken gefahren. Da ich in Scharbeutz und Lübeck groß geworden bin, wir also die Ostsee vor der Tür hatten, gab es früher keinen Grund, die Badeorte zwischen Kiel und Weissenhäuser Strand zu besuchen. Also für mich eine fast unbekannte Küste. Jetzt erst habe ich gesehen, wie schön es dort ist.

Ein wunderbar ausgebauter Radweg führte mich von Stein über Wendtorf, Kalifornien, Brasilien (Die Orte gibt es wirklich) zum Schönbergerstrand immer direkt an der Ostsee entlang. Ein Eldorado für Radfahrer. Dann auf dem vorbildlichen Radweg bis nach Grünberg. Vorher durch das Naturschutzgebiet Rethkuhl. Wunderbar. Von Grünberg folgte ich dem Ostseeküstenradweg bis nach Hohwacht. Als Radfahrer durfte ich dann das NSG Sehlendorfer Binnensee durchfahren.

Von Sehlendorf über Weissenhäuser Strand nach Oldenburg (parallel zum "Oldenburgergraben"). Dann weiter zum Ostseebad Dahme. Von Dahme dann immer entlang den Küstenradweg über Kellenhusen nach Grömitz. Wunderbar der ständige Wechsel zwischen Sandstrand und Steilufern. Allerdings war das Radfahren in den Badeorten nicht immer einfach, da ich ständig aufpassen musste, keinen Zusammenstoß mit Touristen auf Fahrrädern zu riskieren. Besonders die Kinder fahren ohne auf den Gegenverkehr zu achten. Das ist aber normal. Zeitweise bin ich deshalb auf der Straße gefahren.

      

        

                                 

Auf dem Campingplatz Bliesdorf habe ich übernachtet. Nach einer fürchterlichen Nacht wegen extremer Lärmbelästigung durch volltrunkene Jugendliche, habe ich morgens die Campinggebühr zurück gefordert. Mit Erfolg.

4. Tag    Bliesdorf - Lübeck  ( 68 km)

Heute habe ich eine Radtour in meine eigene Vergangenheit gemacht. Auch die Karte habe ich nicht mehr benötigt, da ich das folgende Gebiet aus meiner Kindheit noch gut kenne.

Von Bliesdorf über Rettin und Pelzerhaken nach Neustadt/Holstein. Von Neustadt bin ich über den Wanderweg "Sierksdorfer Steilufer" (kein Radweg, ich musste oft schieben) nach Sierksdorf und Haffkrug gefahren. Von Haffkrug nach Scharbeutz und dann den Weg zu unserem früheren Zuhause. Von Klingberg über Schürsdorf, Luschendorf, Pansdorf nach Ratekau. In der uralten Ratekauer Feldsteinkirche (Vor 850 Jahren von Bischof Gerold gegründet, Vorbild Vicelinkirche Bosau) bin ich getauft worden. Bei einem Gespräch mit einer Kirchenangestellten habe wir festgestellt, dass wir zur gleichen Zeit in die selbe Schule gegangen sind. Wir hatten auch die gleichen Lehrer. Das ist fast 50 Jahre her.

         

 

Von Ratekau bin ich über Bad Schwartau nach Lübeck gefahren.      

Eine schöne Tour war zu Ende.

Für alle meine Fotos auf dieser Website: © Uwe Steen/usteen

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