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Weser-Radtour 2007
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Weser-Radtour

Großefehn - Hann.-Münden

  (23.7. - 28.7.2007)  501 km

      

Der Weser-Radweg gehört zu den schönsten Radwegen Norddeutschlands. Dieses Jahr bin ich die Strecke zum dritten Mal gefahren.

      1981 mit meinem Sohn Carsten (damals 9 J ahre alt).    

Im Jahr 2000 mit meinem Bruder und Frau und Elke. Diese Tour 2007 bin ich dann allein gefahren.

Gegenüber 1981 hat sich viel an der Streckenführung verändert. Damals (1981) musste ein großer Teil auch auf den Bundesstraßen (ohne Radwege) gefahren werden. Das ist jetzt vorbei. Die Strecke ist vorbildlich geführt und die Beschilderung ist sehr gut. Ich habe aber trotzdem immer eine Karte dabei. Es ist die offizielle Karte (Spiralo) des Weserbundes zum Weser-Radweg. Maßstab:1:75000. ISBN: 3-87073-124-9. Zu beziehen bei dem Verlag "Bielefelder Radkarten". Kann ich nur empfehlen.

Viele Informationen gibt es bei: Weser-Radweg               

 Hier eine kleine Foto-Diashow bei YouTube

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Von Bremen bis nach Hann.-Münden findet man viele, schöne Gebäude der Weserrenaissance. In diesem Stil sind fast alle Rathäuser der größeren Städte gebaut. Hervorzuheben sind Bremen, Rinteln, Hameln, Hann.-Münden.

Es gibt auf der der gesamten Strecke nur einen Abschnitt, den man unbedingt meiden sollte. Von Bad Karlshafen auf der rechten Weserseite bis Wahmbeck. Diese Strecke ist ein Forstweg  mit heftigen Steigungen, Sandboden mit Schlaglöchern und Steinen. Mit dem Rad, beladen mit dem Gepäck, eine Zumutung. Dort bitte auf die Alternativstrecke auf der linken Weserseite benutzen. Ansonsten ist der Weg vorbildlich.

 Das Angebot von Privatzimmern (Bed and Bike) ist am Weser-Radweg recht gut. Allerdings überwiegend im ländlichen Bereich. Das Zimmer/Hotelangebot in den Städten ist nicht so optimal, weil m.E. zu teuer. Die große Anzahl der Radwanderer lassen die Preise wohl zu. Diese Erfahrung haben wir im Jahre 2000 auch schon machen müssen. Allerdings sind die Campingplätze in dieser Beziehung die Spitzenreiter. Auf dem Campingplatz in Vlotho musste ich 10,50 € bezahlen und in Hann.-Münden sogar 10,90 €. Für ein kleines Zelt, das Fahrrad und eine Person. Eine Unverschämtheit. Der teuerste Platz in Hann.-Münden (Tanzwerder) hatte auch noch die schlechtesten sanitären Anlagen. Für dieses Geld bekommt man schon ein Privatzimmer, allerdings plus Frühstück. Aber frühstücken muss ich auf dem Campingplatz auch, wenn auch billiger. Dafür habe ich aber im Privatzimmer meine eigene Dusche und WC.

  

Deshalb habe ich das etwas "andere Gastgeberverzeichnis" für Weser-Radtouristen hier eingestellt. Meine Gastgeberin aus Drakenburg ist dort auch verzeichnet.

1. Tag        Großefehn - Bremen (116 km)

Wie schon auf der Radtour nach Lübeck, bin ich über Wiesmoor, Neuenburg, Obenstrohe, Büppel, Jade nach Elsfleht an der Weser gefahren. Dann war ich am Weserradweg. Von Elsfleht, Lemwerder, Deichshausen, Seehausen nach Bremen. Dort habe ich bei meinem Sohn Jann übernachtet.

         

2. Tag        Bremen  - Drakenburg bei Nienburg  (97 km)

Der Streckenverlauf führte mich über Thedinghausen, Achim, Verden (unbedingt ansehen), Hoya nach Drakenburg. Dort habe ich wegen des teilweise sehr schlechten Wetters (Gewitter, Wolkenbrüche) ein Zimmer bei einer sehr netten, älteren Dame genommen. Auf den Campingplatz ganz in der Nähe wollte ich wegen des Regens nicht. Es war eine gute Entscheidung. Das Zimmer war prima und das Frühstück konnte mit jedem Viersterne-Hotel mithalten.

                     

3. Tag        Drakenburg - Vlotho (96 km)

Bis nach Nienburg war es nicht weit. Durch die Innenstadt zum Weserufer habe ich mein Rad geschoben. Das Wetter war etwas besser und alles war wieder in Ordnung. Allerdings hatte ich mit sehr starkem Gegenwind (Südwest) zu kämpfen. Streckenweise konnte ich trotz Gangschaltung und starker Anstrengung nur 9-10 km/h fahren. Ich habe mich über jede Hecke oder Maisfeld, das mich vom Wind etwas abschirmte, gefreut.

Über Stolzenau, Petershagen ging es nach Minden. Empfangen wird man in Minden durch das Bauwerk des Wasserstraßenkreuz von Weser und Mittellandkanal. Den 1000jährige Dom sollte man sich unbedingt anschauen. Weiter in Richtung Porta Westfalica mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Durchbruch der Weser durch das Wiehengebirge. Dann über den "Großen Weserbogen" nach Vlotho zum Campingplatz.

                        

4. Tag   Vlotho - Holzminden (106 km)

Die Weser macht ab Vlotho einen Bogen in Richtung Osten, daher hatte ich endlich mal keinen Gegenwind mehr. Meine erste Pause machte ich in der schönen Stadt Rinteln. Die historische Altstadt mit dem Weserrenaissance-Rathaus und der Nikolaikirche und den Fachwerkhäusern sollte man sich unbedingt anschauen. Weiter nach Hessisch-Oldendorf und dann in die Rattenfängerstadt Hameln. Hameln empfing mich mit strahlenden Sonnenschein (ist ja klar, würde Harald sagen) und eine Mittagspause in der Innenstadt rundete das positive Bild der Stadt ab. Hameln ist immer eine Reise wert. Aber ich wollte ja weiter. Weiter ging es über Grohnde, Daspe nach Bodenwerder. Die Münchhausenstadt war voll mit Radtouristen, keine Wunder, Bodenwerder ist eine schöne Stadt und die Vermarktung des Barons von Münchhausen lockt die Leute an. Besonders die Kinder hatten ihren Spaß mit den Plastiken aus den Lügengeschichten des Barons.

Ab Hameln hatte ich wieder sehr starken Gegenwind (Südwest), da die Weser überwiegend Richtung Süden fließt.

    

                

Weiter über Polle (Burg) nach Holzminden. Dort habe ich zum ersten Male seit meiner Schulzeit in der Jugendherberge übernachtet. Hat mir gut gefallen. Die Jugendherberge liegt sehr zentral zwischen Weser und Altstadt. Optimale Lage. Ab jetzt habe ich einen internationalen Jugendherbergsausweis. Und das mit 63 Jahren.

  

5. Tag     Holzminden - Hann.-Münden  (86 km)

Die Fahrt ging weiter über Lüchtringen zum Kloster Corvey. Bei der Klosteranlage sollte man sich die Zeit für eine Besichtigung nehmen. Corvey wurde als Reichsabtei im Jahre 822 gegründet und hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Unbedingt anschauen. Weiter  nach Höxter mit der historische, schönen Altstadt und der Anlegestelle für die Oberweser-Dampfschifffahrt. Weiter auf der linken Weserseite über Blankenau nach Beverungen. Diesmal habe ich mir die Auffahrt nach Fürstenberg (rechte Weserseite) erspart. Bei den vorangegangenen Touren haben wir uns das Schloss und die Porzellanmuseum schon angeschaut. Der Blick von der anderen Weserseite auf das Schloss am steilen Fels hoch über dem Wesertal war auch nicht schlecht.

Von Beverungen weiter nach Bad Karlshafen. Diesen schönen Ort kenne ich recht gut, weil ich dort mit Elke und Freunden schon Urlaub gemacht haben. Auch haben Elke und ich dort vor einigen Jahren ein ruhiges Silvester verbracht. Dann weiter nach Oberweser (linke Weserseite), Reinhardshagen zum Ziel Hann.-Münden. Ich hatte es geschafft. Diese Fachwerkstadt gehört zu den schönsten Städten Deutschlands. Über 700 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten zeugen von Reichtum vergangener Zeiten.

Übernachtet habe ich auf dem Campingplatz auf dem Tanzwerder.

      

      

         

6. Tag    Rückfahrt mit der Bahn nach Oldenburg, wo Elke mich mit dem Auto abgeholt hat.

Für alle meine Fotos auf dieser Website: © Uwe Steen/usteen

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